Maria Sklodowska-Curie
Kindheit in Nowolipki
Maria Sklodowska wurde in der Freta-Straße 16 geboren, doch schon 1868 zog ihre Familie nach Nowolipki. Hier verbrachte sie einen bedeutenden Teil ihrer Kindheit, bevor ihre Biografie dauerhaft mit Wissenschaft, Paris und der Sorbonne verbunden wurde.
Das Familienhaus in Nowolipki
Die Familie Sklodowski wohnte im Gebäude des Zweiten Knabengymnasiums in der Nowolipki-Straße 11/15. Marias Vater, Wladyslaw Sklodowski, unterrichtete dort Mathematik und Physik und war außerdem stellvertretender Inspektor. Die Familie bezog eine Dienstwohnung in dem Schulgebäude, das 1840-1843 errichtet worden war.
Das Zuhause der Sklodowskis war eng mit der Schule und der pädagogischen Arbeit des Vaters verbunden. Bücher, wissenschaftliche Hilfsmittel und der tägliche Kontakt mit einem Physiklehrer schufen eine Umgebung, in der Maria früh mit Naturwissenschaften in Berührung kam.
Umzüge und soziales Umfeld
1873 verließ die Familie Sklodowski die Dienstwohnung in Nowolipki 11/15. Spätere Familienadressen verbanden sie weiterhin mit diesem Teil Warschaus, unter anderem mit der Gegend der Straßen Nowolipki und Karmelicka.
Die Umgebung von Nowolipki hatte damals einen gemischten sozialen Charakter. Neben der polnischen Intelligenz lebte hier eine große jüdische Gemeinschaft; Schulen, Handwerksbetriebe und Einrichtungen des rasch sich wandelnden Warschau prägten den Stadtteil.
Bedeutung in der Biografie der Nobelpreisträgerin
Maria Sklodowska verließ Warschau als junge Frau und begann ihre wissenschaftliche Laufbahn in Frankreich. Nowolipki bleibt dennoch eine der wichtigen Warschauer Adressen ihrer Kindheit: ein Ort des Familienlebens, des Bildungshintergrunds ihres Vaters und ihres ersten Kontakts mit den exakten Wissenschaften.
Gedenken
Das Gebäude, in dem die Sklodowskis wohnten, überstand den Zweiten Weltkrieg nicht. An die frühere Adresse erinnert heute unter anderem ein Wandbild bei Nowolipki 11, das auf das Atom und die Biografie der Nobelpreisträgerin verweist.

